Wichtige Änderungen 2014/2015

Info PDF Bestellerprinzip! Wer? Wie? Was?
Info-PDF für Interessenten.pdf
PDF-Dokument [152.5 KB]

Im neuen Jahr müssen sich Eigentümer und Vermieter auf einige gesetzliche Änderungen einstellen, die sie direkt betreffen. Hier ein Überblick:

Eigentümer müssen alte Heizkessel austauschen

Ab 1. Januar 2015 müssen laut Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) Öl- und Gasheizkessel getauscht werden, die älter als 30 Jahre sind. Brennwert- und Niedertemperaturkessel sind vom Austausch ausgenommen. Zudem gelten Ausnahmen für seit Februar 2002 selbst genutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.

Bei Neu- und Umbauten: Eigentümer sollen intelligente Stromzähler anbringen

 

Wer ein Haus baut, größere Renovierungen in seiner bestehenden Wohnung vornimmt oder mehr als 6000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbraucht, ist laut Energiewirtschaftsgesetz ab dem 1. Januar 2015 verpflichtet, sogenannte intelligente Messsysteme einzubauen. Intelligente Messsysteme sollen den Verbrauch in jedem Haushalt im Minutentakt feststellen und in ebenso kurzen Zeitabständen übermittelt bekommen, wie viel Strom gerade in den Netzen verfügbar ist. Allerdings steht die genaue Verordnung der Bundesregierung für intelligente Messsysteme noch aus: Entsprechend ist nicht genau definiert, welche Funktionen die smarten Messsysteme haben müssen und wie genau sie mit den Messsystemen anderer Hersteller zusammenarbeiten sollen.

Immobilienerwerb: Höhere Steuern in Nordrhein-Westfalen und im Saarland

Ab Januar 2015 werden Immobilienkäufer in zwei Bundesländern mehr bezahlen müssen: In Nordrhein-Westfalen steigt die Grunderwerbsteuer von fünf auf 6,5 Prozent des Kaufpreises, im Saarland erhöht sie sich von 5,5 auf 6,5 Prozent.

Rauchmelderpflicht: Übergangsfrist für Bestandsgebäude ausgelaufen

Ab 1. Januar 2015 gilt auch in den Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen die Rauchmelderpflicht für Bestandsgebäude. Eigentümer sind für die Installation zuständig, Bewohner (Mieter) für die Wartung.

Melderechtsgesetz: Vermieter muss Wohnsitz des Mieters bestätigen

Seit dem 1. Januar 2015 gilt das neue Gesetz, nach dem nicht nur Behörden Daten der Bürger leichter weitergeben dürfen. Auch für Vermieter hat das neue Gesetz Auswirkungen, die ab 1. Mai 2015 gelten: Sie müssen Ihrem Mieter künftig bei Auszug eine Bescheinigung ausstellen, dass er in ihrer Wohnung gewohnt hat. Meldet sich ein Mieter nämlich ab oder um, muss er hierzu künftig die Bestätigung des jeweiligen Wohnungsgebers oder einer von ihm beauftragten Person vorlegen. Wahlweise kann der Wohnungsgeber seine Erklärung auch elektronisch gegenüber der Meldebehörde abgeben. Für die Ausstellung der Meldebestätigung bleiben dem Vermieter nur maximal zwei Wochen Zeit nach dem Ein- bzw. Auszug. Denn nur mit der Bescheinigung kann dann ein neuer Mieter gegenüber dem Einwohnermeldeamt seinen Ein- bzw. Auszug nachweisen und sich ummelden  – sonst droht dem Vermieter ein Bußgeld bis zu 1000 Euro.

Mietpreisbremse: Deckel nun auch für Wiedervermietung

Das neue Gesetz zur Mietpreisbremse wird voraussichtlich noch in der ersten Jahreshälfte 2015 in Kraft treten. Sie gilt in Städten und Gemeinden, die von den jeweiligen Bundesländern als Gebiete mit knappem Wohnungsangebot ausgewiesen worden sind.

Danach darf bei der Neuvermietung einer Wohnung die Miete höchstens zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete betragen. Ausgenommen sind nur Neubauwohnungen, die erstmals ab 1. Oktober 2014 bezogen worden sind, sowie grundlegend sanierte Altbauwohnungen.

Maklerprinzip: Wer bestellt, bezahlt

Mit dem neuen Gesetz zur Mietpreisbremse soll auch künftig das Bestellerprinzip in der ersten Jahreshälfte 2015 in Kraft treten. Danach gilt das neue Maklerprinzip: Wer bestellt, bezahlt. In der Regel soll dies künftig der Vermieter sein, nicht mehr der Mieter. Die Maklerprovision ist allerdings steuerlich für Vermieter immer absetzbar. Auch Mieter können diese Kosten unter bestimmten Voraussetzungen, wie etwa bei einem Arbeitsplatzwechsel, steuerlich absetzen.

Energienovelle 2014

Was sich für Eigentümer ändert:

 

Heizung

Bis 2015 müssen Konstanttemperatur-Heizkessel, sofern sie 30 Jahre in Betrieb sind, stillgelegt werden. Das heißt, betroffen sind Heizungen, die vor 1985 eingebaut worden sind. Bislang gat diese Pflicht nur für Heizungen, die vor 1978 eingebaut wurden. Ausgenommen von dieser Bestimmung sind Heizkessel in selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern.

 

Was sich für Anbieter von Immobilien ändert:

Energieausweis

Verkäufer und Vermieter werden verpflichtet, den Energieausweis, an den Käufer bzw. neuen Mieter zu übergeben und ihn bereits bei der Besichtigung zur Verfügung zu stellen. Alle Gebäude werden in Zukunft entsprechend ihrer Energieeffzienz in Klassen von A+ (geringer Energieverbrauch) bis H (hoher Energieverbrauch) eingeteilt.

 

Immobilienanzeigen

Die energetischen Kennwerte einer Immobilie müssen in Anzeigen angegeben werden. Liegt ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vor, muss die entsprechende Einstufung ebenfalls veröffentlicht werden.

 

Was sich für Bauherren ändert:

Energieeffizienzstandard

Ab 2016 erhöhen sich die Energieeffizienzstandards für Neubauten. Der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahresprimärenergiebedarf) wird um 25 Prozent gesenkt.

 

Energieausweis

Der Bauherr beziehungsweise der Eigentümer einer Immobilie muss dafür sorgen, dass ein Energieausweis erstellt wird.

 

Kontrollen

Es werden ein unabhängiges Stichprobenkontrollsystem für Energieausweise eingeführt sowie Berichte über die ernergetische Inspektion von Klimaanlagen.

 

Quelle: Immobilienscout 24, Freiraum, Kundenmagazin 1/2014

Bei einem Verkauf oder einer Vermietung von Immobilien müssen in allen kommerziellen Immobilienanzeigen ab dem 01.05.2014 bestimmte Pflichtangabengemacht werden. Diese können Sie der nachstehenden Tabelle entnehmen.

 

Die Energiekennwerte sind dabei auf die Wohnfläche und nicht wie bisher auf die Gebäudenutzfläche zu beziehen.

Mit der Angabe der Energieeffizienzklasse des Gebäudes im Energieausweis soll seine Bedeutung als Informationsinstrument für Verbraucher gestärkt werden.

Verkäufer und Vermieter sind verpflichtet, den Energieausweis an den Käufer bzw. neuen Mieter zu übergeben. Der Energieausweis muss bereits bei der Besichtigung vorgelegt werden.

 

 

 

file

 

Quelle: Immobilienscout24

 

Rauchmelderpflicht in Niedersachsen, Bremen und Hamburg

 Niedersachsen

Die Rauchmelderpflicht in Niedersachsen sieht vor, dass ab dem 01.11.2012 in allen Bestandsbauten, Neubauten und Umbauten Rauchmelder installiert sein müssen.

Es gibt eine Übergangsfrist für Bestandsbauten:
Bis spätestens zum
31.12.2015 müssen in allen bereits vorhandenen Wohnungen und Häusern Rauchmelder angebracht worden sein.


Bremen

Die Rauchmelderpflicht in Bremen sieht vor, dass ab dem 01.05.2010 in allen Bestandsbauten, Neubauten und Umbauten Rauchmelder installiert sein müssen.

Es gibt eine Übergangsfrist für Bestandsbauten:
Bis spätestens zum
31. Dezember 2015 müssen in allen bereits vorhandenen Wohnungen und Häusern Rauchmelder angebracht worden sein.

 

Hamburg

Gilt seit 01.04.2006, Übergangsfrist endete am 31.12.2010, Installation: Eigentümer, Wartung: Eigentümer.Seit dem 01.04.2006 müssen alle Neu- und Umbauten und Bestandsbauten in Hamburg mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Die Übergangsfrist galt für bereits vorhandenen Wohnraum.

 

Quelle:  http://www.alarm-tec.com/rauchmelderpflicht-in-den-bundeslaendern

Kontakt

IMMOBILIS Verden GmbH

Andreaswall 12

27283 Verden (Aller)

Deutschland

Rufen Sie einfach an unter 

+49 4231 67730-00

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.